Ab welchem Alter können Kinder in einer GeKi betreut werden?

Meistens lässt sich hier kein fester Zeitpunkt definieren, vielmehr müssen verschiedene Faktoren passen.

  • Rahmenbedingungen
  • Kompetenzen des Kindes
  • Kapazitäten & Fähigkeiten der Begleiter
  • Bedürfnisse des Kindes

✨ Bei den Rahmenbedingungen sind v.a. die Örtlichkeiten relevant. Wenn sich die Gruppe z.B. vorwiegend draußen aufhält, ist es ungeeignet Kinder, die noch nicht laufen können im Herbst oder Winter aufzunehmen. Kinder die erst Krabbeln oder gar Robben sind über einen längeren Zeitraum, bei Kälte, in der Natur eher schlecht aufgehoben, da sie aufgrund der geringeren Bewegung schneller auskühlen. Dies geht höchstens, wenn das Kleinkind als Tragling die Gruppe begleiten.

✨ Eine weitere Kompetenz des Kindes, die entwickelt sein sollte, ehe eine Begleitung in der GeKi erfolgt, ist die Fähigkeit der deutlichen Kommunikation. Von Vorteil ist es, wenn das Kind verständlich spricht und klar sagen kann: »Ich will zu meiner Mama!«, aber auch viele Kinder, die noch nicht sprechen können sind in der Lage dies deutlich zu kommunizieren. Hier steht jedoch die Frage im Raum, ob die Begleiter die Kommunikation des Kindes verstehen.

✨ Wenn viele Begleiter auf wenige Kinder kommen, ist es leichter jüngere Kinder zu begleiten, wohingegen wenige Begleiter auf viele Kinder entsprechend eine schwierigere Ausgangslage bedeutet.
Dies ist verständlich, da jüngere Kinder eine intensivere Begleitung (z.B. beim Anziehen, Essen, Wickeln) brauchen und meistens wenig an anderen Kindern und der Gruppe interessiert sind. Ältere Kinder hingegen können viele Tätigkeiten selbstständig erledigen und spielen länger mit anderen Kindern, weshalb sie weniger Aufmerksamkeit der Begleiter binden.

✨ Weiter ist es zu beachten, dass es manchen Eltern schwerer fällt fremde Kinder zu betreuen, als anderen. In diesen Punkt ist auch mit einzubeziehen, dass die wenigsten Eltern eine pädagogische Ausbildung vorzuweisen haben. Dies ist nicht wertend zu verstehen, sondern sollte einfach berücksichtigt werden.
Diesen Eltern fällt es meistens leichter die Kinder zu begleiten, wenn sie älter sind, da bei jüngeren Kindern oft noch viel Beziehungsarbeit geleistet werden muss, was schwierig sein kann und ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl benötigt.

✨ Weiter muss geklärt werden, welche Bedürfnisse das Kind hat. Ist es interessiert an anderen Menschen und offen von diesen begleitet zu werden? Ist es begeistert von älteren Kindern? Ist es bereit auf Abstand von den eigenen Eltern zu gehen? Beim letzten Punkt ist zu beachten, dass es Phasen im Leben eines Kindes gibt, in denen eine Begleitung durch fremde Menschen deutlich schwieriger ist. Dies trifft z.B. auf die bekannten „Fremdelphasen“ zu.

✨ Bei den meisten Kindern und GeKis ist eine Betreuung ab zwei, besser drei Jahren, realistisch.
Zu beachten ist, dass Geschwisterkinder meistens von alleine in die Gruppe hinein wachsen und früher mitbetreut werden können. Selbiges gilt für Kinder, die schon früh regelmäßig, mit den eigenen Eltern zu Besuch kommen, um Anschluss an die Gruppe und Austausch mit Gleichgesinnten zu realisieren. Denn dies ist natürlich auch in jungen Jahren unkompliziert realisierbar, solange die Eltern weiterhin die Begleitung des eigenen Kindes übernehmen.

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