Eingewöhnung in GeKis

Heute beginnt in vielen bayrischen Krippen & Kitas die Eingewöhnung der neuen Kinder. Dies nutze ich als Anlass um dir zu erzählen, wie Kinder in GeKis eingewöhnt werden.

Das Ziel bei der Eingewöhnung in Kitas ist es, dass die Kinder möglichst schnell eine Beziehung zur/zum Bezugserzieher*in aufbauen und alleine in der Kita bleiben, damit die Eltern den Ort verlassen, um ihren Beruf auszuüben.

GeKis unterscheiden sich hier deutlich.

⭐ Die Eingewöhnung findet natürlich statt. Eher so, wie dein Kind sich daran gewöhnt von Oma und Opa, Tante und Onkel oder Freunden betreut zu werden.

⭐ In GeKis findet die Eingewöhnung ohne Druck statt. Es dauert so lange, wie es dauert, bis ein Kind von der Gruppe betreut wird. Die Eltern erhalten keine zeitliche Vorgabe. Ihnen wird nicht das Gefühl vermittelt sie würden stören oder sollten zeitnah den Ort verlassen.

⭐ Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass die Begleiter aktiv auf die Kids zugehen, sie begrüßen, ihnen Hilfe anbieten, herausfinden, was die Kinder gerne tun und sie aktiv begleiten, bis die Kinder gut angekommen sind, sofern dieses aktive Verhalten das Kind nicht einschüchtert. Dann ist es besser neben dem Kind zu spielen und das Kind nebenbei einzubeziehen.

⭐ Was die Eingewöhnung in einer GeKi erschwert ist die Tatsache, dass die Eltern im Wechsel die Kinder betreuen. Es gibt keine*n feste Bezugserzieher*in und die meisten Eltern haben keine pädagogische Ausbildung. Deshalb ist meistens eine längere Eingewöhnung nötig, bis Vertrauen und eine Beziehung zu allen Eltern aufgebaut ist und die eigenen Eltern das Gelände verlassen können.

⭐ Viele Eltern arbeitenjedoch vor Ort, weshalb sie für das Kind greifbar bleiben, auch wenn sie arbeiten. Für ältere Kids reicht dies meistens als Sicherheit aus und sie werden nach ein bis zwei Tagen problemlos von den anderen Eltern begleitet. Denn sie wissen: Notfalls kann ich zu meinen Eltern gehen, sie sitzen im Bauwagen.

⭐ Im Familiendorf betreuen wir generell keine sehr jungen Kinder. Somit sind die Kinder Älter, wenn die Eingewöhnung stattfindet. Sie verstehen, was es bedeutet, dass die Eltern bald wiederkommen, wo die Eltern sind, bedürfen weniger pflegerischen Aufwand und sind mehr an den anderen Kindern interessiert.

⭐ Bei neuen Kindern ist es sinnvoll bei den Buchungstagen & der Einteilung der Begleiter*innen zu berücksichtigen, dass es für das neue Kind schwer ist sich auf viele verschiedene Begleiter*innen einzustellen. Routine und Sicherheit sind hier gefragt.
Meine Tochter ist zum Beispiel gegenüber Männern sehr zurückhalten. Wenn ein noch wenig bekannter Vater als Begleiter fungiert, organisiere ich es so, dass ich (oder eine andere vertraute Person) die ersten Wochen mit ihm gemeinsam betreue, damit meine Tochter mich als Sicherheit an ihrer Seite weiß und den Mann, ohne Furcht kennenlernen kann.

⭐ Von Vorteil für die Eingewöhnung ist es, dass zwischen den Familien meistens Freundschaften entstehen. Die Kinder spüren das Vertrauen der eigenen Eltern in die anderen Begleiter*innen, was ihnen erleichtert sich auf die neuen Personen einzulassen. Außerdem finden meistens auch gemeinsame Treffen auch außerhalb der GeKi statt, was die Beziehung zwischen Begleiter*innen und Kindern festigt.

Hinterlasse mir gerne ein Kommentar und erzähle mir, welche Erfahrungen du mit Eingewöhnungen gesammelt hast.

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